Trotz Finanzkrise ist das Internet weiterhin ein boomender Sektor. Die Nutzerzahlen und somit auch die Anzahl potentieller Kunden steigen seit Jahren rasant an und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. In dieser Entwicklung wird es immer wichtiger, zu wissen, wie sich die eigenen Benutzer verhalten und was sie sich wünschen. Hier kommt Web-Tracking zum Einsatz. Ziel ist es, das Nutzerverhalten so genau wie möglich zu protokollieren und auszuwerten. Dieser Vorgang soll aber so transparent wie möglich geschehen, der Nutzer soll am besten nichts davon mitbekommen.
Es existieren zahlreiche Techniken, um Web-Tracking zu realisieren. Oft werden so genannte Analysetools eingesetzt, die jeden Klick eines Users auf eine Webseite – bei größeren Netzwerken auch oft webseitenübergreifend – aufzeichnen und aus diesen Werten grafische Statistiken aufbereiten. Doch nicht nur die Klicks selbst werden aufgezeichnet, sondern auch Details wie der verwendete Browser, das Betriebssystem oder die Lokalität des eigentlich anonymen Users. Beliebt ist auch die Information, ob der Benutzer die Adresse der Webseite selbst eingegeben hat, oder ob er einem Verweis einer anderen Webseite, einem so genannten Referral Link, gefolgt ist. Denn je besser eine Seite mit anderen vernetzt ist, desto besser ist sie in den Ergebnislisten großer Suchmaschinen platziert.
Um den Weg eines Benutzers über viele Webseiten hinweg nach verfolgen zu können, werden häufig Tracking-Cookies eingesetzt, die keinem anderen Zweck dienen, als das Klickverhalten des Users zu protokollieren und weiter zu geben. Diese Information ist für große Werbenetzwerke extrem wichtig, da Werbeschaltungen, die auf den entsprechenden Benutzer zugeschnitten sind, viel effektiver wahrgenommen werden.
Eine passive Möglichkeit, die Userinteraktionen auf einer Webseite auszuwerten, sind die durch den Webserver generierten Logfiles. Die Menge an gesammelten Informationen ist zwar deutlich kleiner als bei den weiter oben genannten Techniken, dafür ist diese Methode im Web-Tracking aber absolut transparent für den beobachteten Nutzer. Auch Performanceeinbußen sind hier nicht zu erwarten.
